Der wirksam-Blog

Kaum einer spricht über seine eigenen "Unschönheiten". Dadurch entsteht leicht der Eindruck, "nur ich bin komisch, alle anderen scheinen gut klar zu kommen".

Mit diesem Tabu mag ich brechen und so findest Du hier sehr persönliche Erfahrungen, die bewusst umgangssprachlich gehalten sind. Meine Absicht ist, zu zeigen, das unsere Themen sich vermutlich sehr ähneln und ich will Möglichkeiten aufzeigen, wie Du damit umgehen kannst.

Gleichzeitig mag ich Dich dazu einladen, anhand der Geschichten die eigenen Schattenseiten, Automatismen und Energiefresser zu enttarnen und voll und ganz der Mensch zu sein, der Du in Deiner kraftvollsten Vision von Dir selbst bist.

Danke Angela!

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Liebe Angela,

seit langem schon will ich Dir „Danke“ sagen. Heute ist ein besonders guter Zeitpunkt dafür.

Ich gebe es zu, ich habe Dich nicht gewählt und viele Deiner Entscheidungen entsprechen nicht meinen Vorstellungen und meinen Werten. Aber letztlich bin ich einer, dessen politisches Engagement sich weitgehend auf Facebook-Likes beschränkt und der frustriert Online-Petitionen gegen Rundfunkgebühren und TTIP unterzeichnet. Mit den Themen und vor allem den Hintergründen, über die Du und Deine Mitstreiter täglich entscheiden, beschäftige ich mich so gut wie nie. Ich bin froh wenn alles funktioniert, wenn in den Einkaufsläden das zu finden ist, was ich gerne esse und der Benzinpreis möglichst weit unter 1,50 Euro bleibt.

Als Du vor vielen Monaten viele tausende von Menschen willkommen geheißen hast, die aus ihrer Heimat geflohen sind, weil sie dort nicht mehr sicher waren, hat mich das tief bewegt. Es war einer dieser Momente, in denen ich stolz auf mein Land war und darauf, dass wir eine Frau an der Spitze haben, die den Mut hat, Entscheidungen aus Liebe, Mitgefühl und Achtung vor dem Leben zu treffen, anstatt aus Angst oder rein rationellen Überlegungen.

Du hast Dir den wohl herausfordensten Job in diesem Land ausgesucht. Es gibt keinen, dem man so auf die Finger schaut, keinen, der so oft karikiert und verunglimpft wird, weil die Frisur, die Gesichtszüge oder die Jacke nicht dem Geschmack des Beobachters entsprechen. Jede Entscheidung die Du triffst, wird von gefühlt mehr Menschen verurteilt, als begrüßt und für jedes Interesse der einen Gruppe, gibt es ein Gegeninteresse einer Anderen. Alle schreien „hier“ und „ich will“, wollen mehr haben, aber weniger geben und erwarten dann, dass Du sie glücklich machst – schließlich hast Du ja jetzt die Verantwortung für alles. Tust Du es nicht bist Du schuld.

Ich kann nur erahnen, welche Herausforderung es manchmal sein muss, bei all dem Druck und Interessen aus allen Ecken den eigenen Werten treu zu bleiben und sich trotz der andauernden Kritik voll dem Dienst am Land und den Menschen darin zu verpflichten.

Ich habe große Hochachtung vor Dir als Mensch und Frau, die sich traut, in einem sehr männlich dominierten Metier die Führung zu übernehmen und klar Position zu bekennen. Du hast Dich nicht nur gegenüber Menschen durchzusetzen, die anderer Meinung sind, sondern auch gegenüber denen, die sich schwer tun eine Frau an dieser Position zu akzeptieren.

Wie viele Kämpfe fichtst Du täglich und des Nachts mit Dir selbst aus, um die möglichst beste Entscheidung zu treffen? Wie viel Unterstützung von Menschen die Dir nahe sind, bekommst Du wirklich?

In einem Land, in dem alles 100% sein muss, musst Du als Frau 150% geben, schon allein, um all die Themen nicht zu nah an Dich heran kommen zu lassen, mit denen Volk und Presse um sich werfen, ohne das es einen ernsthaften Bezug zu Deiner Arbeit hat. Wie viel leichter wäre Deine Arbeit, wenn wir dazu beitragen würden, die besten Entscheidungen zu finden, anstatt abzuwarten und uns zu beschweren, wenn scheinbar nicht zu unseren Gunsten entschieden würde? Wie viel einfacher wäre es, wenn wir Dir unser volles Vertrauen aussprechen würden und dafür unsere Verantwortung wieder voll zu uns nehmen? Wenn wir mit Dir für ein besseres Ergebnis ringen würden, statt gegen Dich? Was wäre möglich, wenn wir unsere Kollektive Erfahrung und Intelligenz dafür verwenden, um der Frau, die wir als Kanzlerin gewählt haben, den Rücken zu stärken? Und wie kann das in der Praxis aussehen?

Für mich ist das eine spannende und ernste Frage: Wie können wir Dich unterstützen? Wovon brauchst Du mehr, um Deine Arbeit gut und mit Freude tun zu können? Wovon weniger? Was können wir sein lassen, weil es lästig und hinderlich ist und nur Energie und Motivation raubt? Was gibt Dir Energie und was motiviert Dich?

Wir wünschen uns so sehr, dass sich viele Dinge ändern, dass wir eine sichere und gute Zukunft haben und das jemand mit ausreichend Wirkkraft dies herbeiführt. Gleichzeitig haben wir unendlich Angst davor, dass dabei etwas verloren gehen könnte, dass wir weniger Geld haben, weniger Jobs, weniger Freiheit, weniger Bequemlichkeit. Und so wirst Du kritisiert, wenn Du die erhoffte Veränderung nicht herbei führst aber noch größer ist das Aufschreien, wenn Du es tust.

Ich respektiere und anerkenne sehr, das Du Dich tagtäglich all unseren Erwartungen und den Spannungsfeldern stellst und versuchst, dass Unmögliche möglich zu machen. Es bewegt mich, das Du all dies für uns und damit auch für mich tust.

Ich wünsche Dir und uns allen von Herzen, dass Deine Schutzhüllen nach außen, Deine Verbindung nach innen nicht blockieren. Ich wünsche Dir weiterhin die Courage, dass Du in Verbindung mit Deiner urweiblichen Kraft und dem Leben, Deinen Werten, Deinem Herzen und Deinem Dienst an den Menschen entsprechend entscheidest und handelst und das Du mit dieser Energie das politische Feld nährst – es braucht diese Qualitäten im Moment in ganz besonderem Maße.

Hab‘ einen wundervollen Tag, ein fantastisches Jahr und eine im höchsten Maße lebendige, mutige, konstruktive und kreative 4te Amtszeit. Ich danke Dir von Herzen. Gesegnet seist Du. Danke! Danke! Danke!

Daniel

Bild-Quelle: Bundesregierung, Fotograf: Guido Bergmann, Internet: http://www.bundesbildstelle.de/collections/9365065/_1506338061

Von Männern, Frauen, Märchen und der Liebe – Ein Brief an meine Tochter

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Meine liebste Tochter,

es hat mich sehr gefreut etwas darüber zu erfahren, wie es Dir geht, wie z.B. dass es gerade so schwer ist, eine Freundschaft zu einem Jungen aufzubauen, ohne das bei ihm gleich der Wunsch nach mehr da ist.

Ich kenne diese Phase gut und genau genommen wird sie jetzt, wo das gegenseitige sexuelle Erwachen und Interesse bei Dir und den Jungs in Deinem Alter da ist, noch lange Jahre andauern. Du kannst es aber verändern und Wege finden, damit umzugehen. Darüber mit anderen sprechen ist ein erster Schritt. Am effektivsten ist es, mit denen zu sprechen, die es konkret betrifft. (Was am effektivsten ist merkst Du oft daran, das Dein innerer Widerstand dagegen besonders groß ist.)

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Die besten Beziehungskiller: Festhalten an untauglichen Konzepten

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Wenn ich mich über etwas aufrege, hat es oft damit zu tun, das ein anderer etwas macht, was ich mir selbst nicht erlaube. Dem zugrunde liegt immer ein Konzept oder eine Wertvorstellung, die gar nicht von mir selbst kommt, sondern die ich von Eltern, Schule oder anderen Menschen übernommen habe.

Ein Beispiel. Wenn meine Frau zum Frühstück einen frischen Orangensaft aus 1 Kilo Bio-Orangen presst, rege ich mich darüber auf, dass sie 2,80 € mal eben so weg trinkt. Wirklich schlimm wird es, wenn sie es in einem Zug trinkt. Ohne abzusetzen! „Gehts noch? So etwas Wertvolles muss man doch genießen!“ schreit dann ein ziemlich wütender Teil in mir. weiter lesen…

Die besten Beziehungskiller: Keine Zeit nur für mich

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In meinen Gedanken weiß ich, wie ich eine harmonische Partnerschaft leben kann. Ich muss nur klar, offen und liebevoll sein. Und Nähe zulassen. Ich weiß, dass ich all das sein kann, im Alltag stelle ich aber oft fest, dass ich es nicht so umgesetzt bekomme, wie in meiner Kopf-Geschichte. Stattdessen gehe ich immer wieder auf Distanz. Manchmal nur minimal, manchmal sehr deutlich. Oft völlig unbewusst und manchmal bemerke ich es, versuche es aber zu vertuschen und bin dann Pseudopräsent – scheinbar da, aber irgendwie auch doch nicht wirklich. In solchen Momenten habe ich schlicht keine Lust auf meine Partnerin, oder positiv formuliert: Ich brauche Zeit und Raum nur für mich. weiter lesen…

12 ultimative Tipps für den perfekten Burnout

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Ich weiß, es ist schon Ende Februar, aber wie sieht es mit Deinen Vorsätzen für dieses Jahr aus? Noch Platz für den perfekten Burnout?

Ich rede hier nicht von so einem wischiwaschi-Burnout der nach 2 Wochen Urlaub wieder weg ist, sondern etwas richtig nachhaltigem, wertbeständigem. Nur der bringt Dir den vollen Respekt der Menschen um Dich und rechtfertigt Deinen möglichen Totalausfall.

Wenn Du die folgenden Tipps beachtest, wird der Erfolg nicht lange auf sich warten und den hast Du Dir dann auch wirklich verdient.

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Welche Geschichte magst Du Dir erzählen? Die Wahrheit ist nur ein Gedanke

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Zur Eröffnung meines neuen Praxis- und Seminar-Raumes hab ich von einer Freundin eine Kerze geschenkt bekommen. Sie hat sie selbst gemacht. In den Farben des grün-blauen wirksam-Schwungs. Und in den Docht hat Sie eine Karte mit meinem Logo eingefädelt – ausgeschnitten aus Ihrer Einladungskarte. Inspirierend kreativ und wunderschön.

Als ich sie meiner Frau zeigte, meinte Sie nur „Wow!“. Und kurz darauf „Du hast wirklich eine Menge toller Menschen, die Dich sehr schätzen. Weißt Du das?“.

Bei mir kamen zwei Botschaften an. weiter lesen…

Wer bin ich? Ideale, Realität und der innere Kritiker

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Mein Idealbild von mir selbst, sieht in etwa so aus:

  • Ich stehe morgens gut gelaunt um 6 Uhr auf. (Sonntags um 7.) So habe ich viel Zeit für all die Dinge, die ich tun werde. Außerdem zeugt es von Potenz und Energie.
  • Ich meditiere. 45 Minuten mindestens. Spätestens jetzt bin ich ganz bei mir. Mein Geist ist frei von Sorgen, Ängsten, Ärger und Gedanken an die Zukunft oder Vergangenheit. Mich bringt nichts mehr aus der Fassung. Ich ruhe in mir.
  • Dann mache ich 1 Stunde Sport. Mindestens. Den mache ich, um körperlich fit und gesund zu sein und ordentlich zupacken zu können. Mit den wohldefinierten Körperformen und dem Waschbrettbauch erfreue ich meine Frau und mich selbst. Ich finde mich schön und etwas dafür getan zu haben, gibt mir die tägliche Dosis Selbstwirksamkeit. (So viel Ego gestehe ich meinem Idealbild zu.)

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Die besten Beziehungskiller: Der Stapel

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Meine Partnerin wirft mir vor, dass ich unzuverlässig bin. Und sie hat jede Menge unwiderlegbarer Beweise dafür. Meine Standardreaktion ist, mich zu rechtfertigen oder den Gegenangriff zu starten. Das funktioniert genau genommen nie, aber ich mache es trotzdem. Es ist schwer es anders zu machen.

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Gesprächstechnik: Zuhören und Wiederholen

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Hörst Du mir überhaupt zu?
Hast Du irgendwas von dem verstanden, was ich gesagt habe und was mir wichtig ist?

An diesem Punkt eines Gespräches wäre es sinnvoller, etwas völlig anderes zu tun. Sich gegenseitig massieren vielleicht, oder spazieren gehen.

In einem mir wichtigen Gespräch wünsche ich mir vor allem, das der andere mein Anliegen hört. Dafür ist es hilfreich, wenn ich und mein Gegenüber uns in einer gemeinsamen Haltung begegnen, die uns genau darin unterstützt. Insbesondere dann, wenn es gerade schwierig ist. Die Gesprächstechnik „Zuhören und Wiederholen“ ist in solchen Situationen besonders geeignet. Sie ist einfach und erstaunlich wirkungsvoll. Knapp zusammen gefasst geht es so:

Ich sage dem anderen, was mich bewegt. Er hört ausschließlich zu und wenn ich fertig bin, wiederholt er mit seinen Worten was er gehört hat.

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Automatismen und Absicht

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Im Alltag begegnen mir immer wieder Situationen, in denen ich weitgehend automatisiert agiere bzw. reagiere. Dabei ist mir meine eigentliche Absicht wenig oder gar nicht bewusst, weil ich mein Verhalten nicht hinterfrage oder prüfe, ob es mit dem, wie ich sein möchte, wirklich übereinstimmt. Es sind diese typischen Kleinigkeiten, die in der Summe einen großen Teil meines Seins ausmachen.

Die folgende Geschichte erzählt davon.
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